Solicitors, Barristers und Solicitor Advocates – wer darf eigentlich was?

Wer im Vereingten Königreich Rechtsrat oder anwaltlichen Beistand in einem Gerichtsverfahren braucht, steht einer verwirrenden Anzahl verschiedener Kategorien von Anwaltsberufen gegenüber. Neben der traditionellen Unterscheidung zwischen Solicitors und Barristers gibt es seit 1990 nun auch noch Solicitor Advocates. Die Einzelheiten sind recht unübersichtlich, zumal sich die Berufsbilder in den letzten zwei Jahrzehnten in starkem Wandel befinden, veraltete Beschränkungen aufgehoben werden und obrigkeitliche Symbole fallen. Die weitgehende Abschaffung der Perücke aus – übrigens schrecklich juckendem – Pferdehaar (hier) ist nur ein Beispiel für die kontinuierliche Modernisierung, die sogar im traditionsbewussten Großbritannien stattfindet. Die Gründe: Zum einen der Einfluss der EU-Dienstleistungsrichtlinien, zum anderen – und wohl wichtiger – die Haltung heutiger Klienten, die auch von Anwälten effiziente Dienstleistung erwarten, kein Perückenschauspiel aus einem Miss Marple Film.

Aber zurück zum Ursprung: Warum gibt es in Common Law Staaten diese Trennung?

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