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Die Engländer sind raus. Aber nicht bei der deutschen Erbschaftssteuer!

Doppelte Staatsbürgerschaft bedeutet nämlich unter Umständen auch doppelte Steuerpflicht Wenn entweder der Erblasser oder der Begünstigte (Erbe, Vermächtnisnehmer etc.) in Deutschland dauerhaft wohnhaft sind, unterliegt der gesamte weltweite Nachlass (bzw. das dem in Deutschland wohnenden Begünstigten zufließende Vermögen) gemäß § 2 Abs 1 Nr. 1a ErbStG der deutschen Erbschaftssteuer. Auf die Staatsangehörigkeit kommt es seit Geltung der EU-Erbrechtsverordnung am17. August 2015 in erster Linie nicht mehr an. Eine Ausnahme von diesem Wohnsitzprinzip enthält jedoch §…
Bernhard Schmeilzl
Juli 20, 2018
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Schenkungen sind in England komplett steuerfrei. Wirklich?

Erhebt das britische Finanzamt nun Schenkungsteuer oder nicht? In Deutschland werden lebzeitige Schenkungen und Vermögensübertragungen von Todes wegen (also Erbschaften, Vermächtnisse, Pflichtteilserwerbe) steuerlich gleich behandelt. In § 1 Absatz 1 Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz ist geregelt: Der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer) unterliegen: 1. der Erwerb von Todes wegen; 2. die Schenkungen unter Lebenden; 3. ... Es gelten die selben Steuerfreibeträge, Steuerklassen und Steuersätze. Ob man also bereits zu Lebzeiten etwas verschenkt oder es erst später vererbt, führt in…
Bernhard Schmeilzl
April 30, 2018
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Erbschaftsteuererklärung in England: Crash Kurs für deutsche Steuerberater

Intensivseminar: Wie gibt man eine britische Erbschaftsteuererklärung ab? Die Erbschaftsteuer (Inheritance Tax) in Großbritannien folgt ganz anderen Grundprinzipien als die deutsche Schenkungs- und Erbschaftsteuer. Als Stichworte nur: abweichende gesetzliche Erbfolge, kein Pflichtteil, Direktbesteuerung des Nachlasses (statt des jeweiligen Begünstigten), unbegrenzter Ehegattenfreibetrag, Testamentary Trusts als Gestaltungs-Regelfall in englischen Testamenten. Die Basics der britischen Inheritance Tax haben wir hier erklärt. Wann ist bei einem deutschen Erbfall das englische Steuerrecht relevant? Immer dann, wenn sich im Nachlass Vermögensgegenstände…
Bernhard Schmeilzl
April 23, 2018
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Schenkungen an Stiefkinder: Finanzamt überraschend kulant

Stiefkinder sind heutzutage keine Seltenheit: Gut 13 Prozent der Familien in Deutschland sind sog. Patchwork-Konstellationen, d.h. einer der Ehepartner hat aus einer früheren Beziehung ein Kind mit in die jetzige Ehe gebracht. Verwandt ist dieses Kind dann nur mit einem der Ehepartner. Der andere Ehepartner ist - sofern er oder sie das Kind nicht adoptiert -  weder biologisch noch rechtlich verwandt, sondern lediglich verschwägert (obwohl man den Begriff für diese Konstellation alltagssprachlich nicht verwendet). Das…
Bernhard Schmeilzl
April 20, 2018
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Erbschaft aus England: Wer zahlt die britische und wer die deutsche Erbschaftsteuer?

Oder: Was englische Erbrechtsanwälte (Will Solicitors) bei der Gestaltung von "Last Wills" fast immer vergessen Nach britischem Steuerrecht wird die Erbschaftsteuer (Inheritance Tax) direkt vom Nachlass erhoben und zwar sofort, also schon bevor überhaupt der englische Erbschein (Grant) erteilt wird. Wer die Begünstigten sind, kann dem britischen Finanzamt damit (fast) egal sein, denn die Steuer wird eingezogen, bevor das verbleibende Nachlassvermögen unter den Miterben verteilt wird. Wer somit wirtschaftlich betrachtet die englische Erbschaftsteuer trägt (von…
Bernhard Schmeilzl
April 19, 2018
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Erbfall mit Vermögen in England oder USA? Praktikerseminare für deutsche Erbrechtsanwälte

Wie kommt man an Erbvermögen in Großbritannien oder den USA? Unsere Experten für deutsch-britisches Erbrecht zeigen, wie man es als deutscher Rechtsanwalt schafft, an den spleenigen Gepflogenheiten der Briten nicht zu verzweifeln. Denn wer als deutscher Erbrechtsanwalt an die Nachlassabwicklung in UK oder auf den Kanalinseln so herangeht, wie man es aus Deutschland gewöhnt ist, der kann sich schon mal eine Großration Baldriantabletten und eine CD mit Walgesängen oder anderen Entspannungsprogrammen besorgen. Es gilt der…
Bernhard Schmeilzl
März 20, 2018
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Nachlassvermögen auf den Cayman Islands?

Benötigen die deutschen Erben einen separaten Erbschein für das Vermögen auf den Cayman Islands, wenn der Verstorbene dort Konten oder sonstige Investments hatte? Die Antwort ist leider ja: Wie in allen Common Law Staaten werden auch auf den Cayman Islands (Kaiman Inseln) weder ein deutscher Erbschein, noch ein EU-Nachlasszeugnis akzeptiert. Die Erben müssen daher vor Ort einen völlig eigenständigen “Grant” (Nachlasszeugnis) beantragen, Dokumente vorlegen und eine eidesstattliche Versicherung (Oaths or Affidavit) abgeben. Der Ablauf des…
Bernhard Schmeilzl
Februar 8, 2018
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Grafik zur gesetzlichen Erbfolge in England & Wales

Ein Ehegatte erbt in England nur, wenn er seinen vorverstorbenen Ehepartner um mindestens 28 Tage überlebt. Diese und andere Besonderheiten des englischen Erbrechts in einem Schaubild auf einen Blick In zwei früheren Beiträgen (hier und hier) haben wir bereits gezeigt, dass sich die englischen Regeln der gesetzlichen Erbfolge (Rules of Intestacy) zum Teil deutlich von den Regeln in Deutschland und Österreich unterscheiden. So steht in England der überlebende Ehegatte deutlich besser als bei der gesetzlichen…
Bernhard Schmeilzl
Oktober 26, 2017
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Achtung: Neue Freibeträge für Schenkungen und Erbfälle nach dem 24.6.2017

Änderung der persönlichen Steuerfreibeträge in internationalen Erbfällen Für Erbfälle und Schenkungen bei denen entweder der Erblasser oder Schenker (Geberseite) oder aber der Erbe, Vermächtnisnehmer oder der Beschenkte (Empfängerseite) ein "Inländer" im Sinn des § 2 Abs. 1 Ziff. 1 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes ist (unbeschränkte Steuerpflicht), bleibt alles wie gehabt: Der Empfang ist in voller Höhe "steuerbar" (Juristendeutsch für "der deutschen Steuer unterliegend"), dafür stehen dem ausländischen Erwerber im Gegenzug aber auch die vollen Erbschaftsteuerfreibeträge zur…
Bernhard Schmeilzl
Oktober 20, 2017
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Was zum Geier ist ein „Memorandum of Appropriation“?

Testamente auch nach dem Tod noch abändern? In England und USA oft kein Problem! Wenn ein deutscher Erbrechtsanwalt bei der Abwicklung englischer Nachlassfälle auf sein Rechtsgefühl vertraut, ist das der sicherste Weg in den Haftungsfall. Denn das nach den Prinzipien des deutschen BGB geschulte Judiz liegt in der anglo-amerikanischen Sphäre, zumindest im Erbrecht, fast immer komplett falsch. Dort gibt es weder Universalsukzession noch Direkterwerb. Auch das Prinzip, dass der Inhalt eines Testaments nach Eintritt des…
Bernhard Schmeilzl
September 20, 2017