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Englische Prozessanwälte tragen Perücke

Was trägt man als Anwalt vor Gericht? Für deutsche Rechtsanwälte ist das relativ leicht zu beantworten: Solange man unter der Robe (soweit eine Anwaltsrobe überhaupt Pflicht ist) nicht gerade kurze Hosen oder selbst gebatikte T-Shirts anzieht, winken die überwiegend liberalen deutschen Richter meist jedes Outfit kommentarlos durch. Auch die Schlachten um den Krawattenzwang für Anwälte sind bereits geschlagen. Manche Richter bestanden darauf, dass ein deutscher Rechtsanwalt eine Krawatte trägt und weigerten sich, mit Anwälten ohne…
Bernhard Schmeilzl
März 19, 2020
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Albtraum Zivilklage in England – Prozessparteien müssen alles auf den Tisch legen

Warum kosten Zivilprozesse in Großbritannien das Zehnfache als in Deutschland? Wenn deutsche Firmen Verträge mit britischen Geschäftspartnern unterschreiben, akzeptieren sie oft englisches Recht und Gerichtsstand England. Die deutschen Manager denken: "So unterschiedlich wird es schon nicht sein. Und wir haben ja ohnehin nicht vor, einen Prozess zu führen." Nun ja, in der Praxis bedeutet eine solche Rechtswahl- und Gerichtsstandsklausel dann allerdings: Alle Zivilprozesse unterhalb eines Streitwerts von 10.000 Pfund kann man im Ernstfall sofort wieder…
Bernhard Schmeilzl
Februar 7, 2020
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Wann und wozu braucht man einen Barrister?

Wenn Ihr englischer Anwalt (Solicitor) an seine Grenzen kommt... ... dann fällt meist der Satz "we need to seek advice from counsel". Oder, etwas weniger hochtrabend, formuliert: "let's ask a barrister". Das bedeutet, der Solicitor holt sich fachliche Hilfe bei einem Kollegen aus der Riege der Pferdehaarperücken (wig) tragenden englischen Elitejuristen, den sogenannten Barristers (Details hier). Was können Barrister besser als Solicitors? Barrister sind zum einen spezialisiert auf Prozessrecht (Civil Procedure Rules) und die möglichst…
Bernhard Schmeilzl
Dezember 10, 2019
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Was ist „Adjudication“ im englischen Prozessrecht?

Die "Construction Adjudication" als schneller Weg zum vorläufig vollstreckbaren Schiedsspruch Englische Zivilverfahren sind bekanntlich extrem teuer, aufwendig und langwierig (Details hier). In bestimmten Fallkonstellationen stellt das englische Recht aber alternative Klageverfahren zur Verfügung, mit denen der Kläger in wenigen Wochen zumindest eine vorläufige Entscheidung eines Schiedsrichters (Adjudicators) erwirken kann, die dann auch sofort vollstreckbar ist. Das beste Beispiel ist die sogenannte "Construction Adjudication" im Baurecht. Diese Entscheidung im summarischen Verfahren ist allerdings nicht endgültig, sondern…
Bernhard Schmeilzl
November 15, 2019
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Prozesskosten-Sicherheitsleistung in England nach Brexit?

Eine Zivilklage in England zu erheben kann nach Brexit doppelt so teuer werden In England & Wales zu prozessieren, ist aus deutscher Sicht ohnehin bereits absurd teuer, langwierig und umständlich. Die Anwaltskosten in einem Zivilverfahren liegen im Vereinigten Königreich um Faktor 5 bis 10 höher. Mindestens. Das sage ich fast täglich deutschen Mandanten, seien es Unternehmer oder Privatpersonen, die in UK klagen wollen. So richtig glauben tut es zunächst keiner. Erst wenn sich die konkreten…
Bernhard Schmeilzl
Oktober 15, 2019
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Englische Prozessanwälte für Zivilverfahren und Wirtschaftsrecht

Manchmal geht es auch ohne Perücke: Solicitor Advocate statt Barrister Für englische Juristen ist die traditionelle Unterscheidung in Solicitors und Barristers bis heute ganz selbstverständlich. Einem deutschen Rechtsanwalt oder US-amerikanischen Attorney at Law kommt diese Aufgabentrennung zwischen außergerichtlichem Rechtsberater (Solicitor) und reinem Prozessanwalt (Barrister) etwas befremdlich vor. Warum kann mich mein Anwalt, der den Fall bestens kennt und die vorprozessuale Korrespondenz mit der Gegenseite geführt hat, mich nicht auch vor Gericht vertreten. Solicitors wollen meist…
Bernhard Schmeilzl
Oktober 8, 2019
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Als deutscher Rechtsanwalt vor englischem Gericht?

Der Umweg über die "McKenzie Friend" Regel des englischen Rechts Theoretisch können sich deutsche Rechtsanwälte auf die EU-Dienstleistungsfreiheit berufen, wenn sie ihre Mandanten in einem Gerichtsverfahren in England & Wales oder Schottland vertreten wollen, zumindest bis das Vereinigte Königreich irgendwann vielleicht dann doch den Brexit umsetzt. Theoretisch. Praktisch gilt: don't even try. Unsere Kanzlei spezialisiert sich seit 2003 auf deutsch-britisches Recht und wir versprechen ihnen: es gibt keinen offiziellen Weg, einen Mandanten als deutscher Rechtsanwalt…
Bernhard Schmeilzl
Juni 10, 2019
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Wenn der Executor (Testamentsvollstrecker) nichts tut

Wie kann man einen untätigen Executor in UK absetzen lassen? Testamente im anglo-amerikanischen Raum benennen meist nicht nur diejenigen Personen, denen das Erbe wirtschaftlich zugute kommen soll (Beneficiaries, also Begünstigte), sondern auch einen oder mehrere Nachlassabwickler (Executor). Diese haben die Aufgabe, den Nachlass in Besitz zu nehmen, zu sichten und zu sichern, ein Nachlassverzeichnis zu erstellen, die Verbindlichkeiten des Verstorbenen zu ermitteln und zu begleichen, Steuern zu zahlen und am Ende die verbleibende Erbmasse an…
Bernhard Schmeilzl
Mai 20, 2019
Anwaltspraxis in EnglandProzessführung in UKUnternehmenstransaktionen (M&A)Verträge verhandeln und gestaltenZwangsvollstreckung in UK

Wie verhandelt man mit Briten?

Tipps und Checkliste für Vertragsverhandlungen mit britischen Geschäftspartnern Englische Rechtsanwälte (Solicitors) sind felsenfest davon überzeugt, dass das englische Rechtswesen einfach, effizient und sicher ist und den Vertragsparteien großen Spielraum gibt. Hier die Werbung in eigener Sache der English Law Society für "England & Wales as Global Legal Centre". Das zeigt nur eins: Englische Solicitors haben keine Erfahrung mit dem deutschen Zivilrecht und erst Recht keine Ahnung davon, wie schnell und vergleichsweise preiswert ein deutscher Zivilprozess…
Bernhard Schmeilzl
Dezember 20, 2018
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Experten-Blog zum deutschen Zivilprozess in englischer Sprache

Wenn Amerikaner in Deutschland klagen wollen... ... haben diese meist völlig falsche Vorstellungen: Sie erwarten eine Jury von 12 Geschworenen, umfangreiche vorprozessuale "Depositions" (also Videovernehmungen der Prozessbeteiligten), den vorprozessualen Austausch von Dokumenten ("Discovery" und "Pre-Trial Disclosure") und flammende Eröffnungs- und Schlussplädoyers ("Opening and Closing Statements"). All das kennt die deutsche Zivilprozessordnung bekanntlich nicht. Der US-amerikanische Anwalt versteht die Welt nicht mehr und ist frustriert. Der Law-Blog GermanCivilProcedure.com hilft Auf Cross-Channel-Lawyers.de erklären wir britisches und US-amerikanisches…
Bernhard Schmeilzl
Oktober 31, 2018