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Bernhard Schmeilzl

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Was bedeutet „Closing the Estate“ in amerikanischen Erbfällen?

Das USA-Nachlassgericht muss die Verteilung der Erbmasse genehmigen In Deutschland brauchen Erben nur einen Erbschein beantragen. Da steht dann drin: "A wurde von beerbt von B und C zu je 1/2". Damit ist das deutsche Nachlassgericht fertig und kümmert sich nicht weiter darum, was B und C mit dem geerbten Vermögen machen, ob sie es fair unter sich aufteilen oder die Gläubiger des Verstorbenen bezahlen. In England ist es übrigens ähnlich. Auch dort wird nur…
Bernhard Schmeilzl
Februar 13, 2019
Anwaltspraxis in USAErbschaft in USAErbschein USA

US-Erbrecht: Wer zu lange wartet, erbt nicht mehr

In den USA gilt meist eine Frist für den Erbscheinsantrag Die jeweiligen Probate Codes (Verfahrensvorschriften für Erbscheinsverfahren) in den meisten Bundesstaaten der USA ordnen an, dass ein Erbscheinsantrag (Probate Application) auf Basis eines Testaments innerhalb einer bestimmten Frist (Probate Deadlinegestellt werden muss, meistens sind das drei Jahre  (z.B. in New Mexico) oder vier Jahre (z.B. in Texas) seit dem Tod des Erblassers. Verpassen die Erben bzw. der im Testament genannte Executor diese Antragsfrist, kann es sein,…
Bernhard Schmeilzl
Februar 13, 2019
Anwaltspraxis in USAErbrecht & TestamentErbschaft in USAInternationales Erbrecht

Erbschaft in Texas: Get on your Horse

Nachlassabwicklung bei deutsch-texanischen Erbfällen Viele Texaner sind deutscher Abstammung. In den 1830er bis 1860er Jahren wanderten zehntausende Deutsche nach Texas aus und gründeten deutsche Siedlungen wie Fredricksburg, New Braunfels oder Bergheim. Noch 1870 sprach ein Drittel der Einwohner von San Antonio deutsch und die Sprache "Texasdeutsch" hat es zu einem Wikipedia Eintrag gebracht. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass in Deutschland lebende Angehörige eines Texaners die nächsten Verwandten sind und unverhofft texanisches Vermögen erben. Wo kommen…
Bernhard Schmeilzl
Februar 13, 2019
Anwaltspraxis in EnglandForderungen einklagenForderungen vollstreckenInsolvenzverfahren UK

Ausnahmen von der Restschuldbefreiung in England

Welche Schulden bleiben trotz Restschuldbefreiung nach Insolvency Act 1986 (England & Wales) bestehen? Das Insolvenzverfahren in England ist erheblich kürzer und die Vorschriften deutlich lascher als in Deutschland, zumindest deren Handhabung in der Praxis. Deshalb gab es bisher einen gewissen "Insolvenztourismus" von Deutschland nach Großbritannien, d.h. überschuldete Personen sind nach England umgezogen (oder taten jedenfalls so), stellen dort einen Insolvenzantrag und erhielten nach vergleichsweise kurzer Zeit (ein Jahr) die Restschuldbefreiung, im englischen Recht "Discharge" genannt.…
Bernhard Schmeilzl
Februar 12, 2019
Irisches Recht

Zivilprozess in Irland: Wie klagt man erfolgreich auf der grünen Insel?

Zivilklagen in der Republik Irland: Schneller und billiger als in UK, aber teurer als in Deutschland Das irische Rechtssystem gehört zu den "Common Law Jurisdictions", basiert also ursprünglich auf dem Rechtssystem Englands und wird auch heute noch stark von der Rechtsprechung in England & Wales beeinflusst. Die Zivilgerichte in Irland (hier die offizielle Website des Irish Courts Service) sind aufgebaut wie folgt: District Court: Ähnlich den deutschen Amtsgerichten sind die irischen District Courts zuständig für vertragliche und…
Bernhard Schmeilzl
Februar 5, 2019
Erbrecht & TestamentErbrecht in IrlandInternationales ErbrechtIrisches Recht

Gilt in Irland eine Vollmacht über den Tod hinaus?

Transmortale Vollmachten und das irische Erbrecht (Republik Irland) In den meisten anglo-amerikanischen Rechtsordnungen (UK, USA, Australien, Südafrika etc) fallen die dortigen Erbrechtsanwälte und Nachlassrichter in Schockstarre, wenn der Begriff "transmortale" bzw. "postmortale" Vollmacht auftaucht. Eine solche Vollmacht über den Tod hinaus ist dort schlicht unbekannt und erscheint US-amerikanischen und britischen Erbrechtlern sogar höchst suspekt (mehr hier). Das liegt daran, dass ein Nachlass in den anglo-amerikanischen Ländern in aller Regel eingefroren  und zwingend von einem Nachlassabwickler…
Bernhard Schmeilzl
Februar 5, 2019
Anwaltspraxis in USAErbrecht & TestamentErbschaft in USAErbschein USA

Geheimtipp bei Erbfall USA: Erbscheinsantrag in Maryland stellen

Nachlassverfahren im US-Bundestaat Maryland sind vergleichsweise schnell erledigt Wer in den USA Vermögen besitzt, sollte sich frühzeitig darüber informieren, wie dieses Vermögen im Ernstfall auf die Erben übergeht. Ein überraschender Todesfall, etwa durch Autounfall, kann die nächsten Angehörigen sonst nämlich vor massive Probleme stellen. Für die Abwicklung der Erbschaft in den USA benötigen die Angehörigen bzw. die testamentarischen Erben nämlich den Erbschein eines US-amerikanischen Gerichts (Grant of Probate oder Letter of Administration); europäische Erbscheine sind…
Bernhard Schmeilzl
Februar 4, 2019
Anwaltspraxis in USAErbschaft in USAErbschaftssteuer USAErbschein USAUSA Recht allgemein

Geschickte Nachfolgeplanung bei USA-Vermögen erspart teuren US-Erbschein

Tipp: Lebzeitige Übertragung von USA-Vermögen auf die nächste Generation Erbscheinverfahren in den USA sind langwierig und teuer. Ohne Anwalt in USA geht es meistens nicht (Details) und die Gebühren für einen Erbrechtsanwalt sowie das Gericht belaufen sich leicht auf mindestens 3.000 bis 5.000 US-Dollar, oft erheblich mehr. Wer Vermögenswerte in den USA besitzt sollte daher versuchen, durch frühzeitige Nachfolgeplanung einen Erbschein überflüssig zu machen. Hierfür gibt es mehrere Optionen. Joint Ownership (Gemeinschaftseigentum in den USA)…
Bernhard Schmeilzl
Februar 1, 2019
Anwaltspraxis in USAErbschaft in USAErbschein USAInternationales Erbrecht

Was ist der Unterschied zwischen „Heir“ und „Beneficiary“?

Die verwirrende Vielfalt juristischer Fachbegriffe im Erbrecht der USA Wer sich mit dem Erbrecht der USA beschäftigt, stellt bald fest: Es gibt gar kein Erbrecht "der USA", sondern vielmehr jeweilige Erbrechtsvorschriften der einzelnen Bundesstaaten. Und diese unterscheiden sich zum Teil gewaltig. Schon bei der Terminologie. Die Erbscheine heißen nicht überall gleich, ja nicht einmal die Nachlassgerichte heißen überall in den USA "Probate Court". In New York etwa heißen sie Surrogate's Court. Da muss man als…
Bernhard Schmeilzl
Januar 29, 2019
Anwaltspraxis in USAErbschaft in USAErbschaftssteuer USAErbschein USA

Tipps zur Nachlassabwicklung in Kalifornien

Wie regelt man eine Erbschaft in Kalifornien? Das Nachlassverfahren (Probate) im US-Bundesstaat Kalifornien ist berüchtigt für seine lange Dauer und komplizierten Formvorschriften. Sogar wenn alles perfekt läuft, dauert es mindestens sieben Monate, bis der kalifornische Erbschein (Grant) erteilt wird und die Erbschaft in Kalifornien an die Erben bzw. Begünstigten verteilt werden kann. Im echten Leben läuft aber selten alles perfekt ab, insbesondere nicht bei internationalen Erbfällen, wenn also deutsche oder österreichische Erben beteiligt sind. In…
Bernhard Schmeilzl
Januar 29, 2019